Sonntag, 21. Juli 2013

Am Rhein

" Ach wie schön ist`s nichts zu tun und dann vom Nichtstun auszuruh`n!"


Nach den Strapazen der Brandenburg-Expedition brauche ich Erholung vom Urlaub und lasse es dieses Wochenende ruhiger angehen.
Ab zum Rhein und Schiffe gucken.
Der Duft unseres Frühstücks lockt schon bald den einen oder anderen Hund samt Frauchen an und mit der Einsamkeit ist es schnell vorbei.
Da ich sowieso stundenlang auf meinen Hintern sitzen und nichts tun kann, überlasse ich nach etwa 15 Minuten Biene die Verteidigung der Bockwurst und gehe auf Schatzsuche.
Im Rheingerölle kann man gewöhnlich Gesteine, Mineralien, Fossilien und Artefakte finden. Mineralien sind heute ausnahmsweise ausverkauft und Fossilien sowieso selten.
Aber ich finde das Bruchstück eines alten Gewichtssteines. Die Gewichtsangabe von 1 Pfund ist noch zu erkennen, sowie ein halbes Siegel mit zwei Kirschen. Das Teil wird erst einmal eingesackt.
Ein paar Stücke Keramik, die ich mir noch anschaue entpuppen sich leider als "Neuware".

Die Kikimora ist eine slawische Gottheit, die Fäden spinnt, Radau macht, und insbesondere dem Hausgeflügel zusetzt. Sie klaut Hühner oder hindert sie am Eierlegen. Außerdem bringt es Unglück sie zu sehen. Um sie zu verscheuchen kann man einen Stein mit einem natürlich entstandenen Loch, einen so genannten Hühnergott in den Stall hängen.
Ich finden am Rhein solch einen Hühnergott und sacke ihn ebenfalls ein. Sollte ich jemals zu Federvieh kommen, wäre es damit in Sicherheit.



Unterwegs lerne ich Cherie (ich hoffe ich habe den Namen richtig verstanden) kennen. Sie hat Interesse an einen Stück Holz, dass ich mir gerade anschaue. Ich überlasse es ihr und sie haut damit ab (So sind dieFrauen).

Am Rhein gibt es jede Menge Muscheln. Das letzte mal habe ich mir ein paar Schalen mitgenommen. Diesmal mache ich nur Fotos.



Zurück am Lagerplatz treffe ich wieder Cherie, die mit ihrer Familie in der Nachbarschaft campiert. Weil ich ihren Blick nicht wiederstehen kann, teile ich mit ihr die letzte Bockwurst,
Dann brechen wir auf, weil es kalt ist und es anfängt zu regnen.
Kaum sind wir weg, wird das Wetter besser und die Sonne scheint.
Wir fahren deshalb noch einen Umweg über den Landschaftspark Duisburg Nord (Lapadu).
Darüber schreibe ich dann morgen (Ich muss mich erstmal wieder ausruhen).

Kommentare:

  1. Du schreibst Reiseberichte wie ich sie mag :-)

    - und Cherie mag ich auch, sie ist gewitzt - wie ja wohl alle Frauen :-) und schön auch, mit ihren zweifarbigen Augen bekommt sie auch noch die Wurst - so sind die Männer :-)

    Ein Hünergott - so so - wusste ich noch nicht, danke. Schade das am Ende nicht doch noch etwas Antike an die Oberfläche kam - aber vielleicht ein anderes Mal - die Muscheln sind ja auch wunderschön.

    Liebe Grüße - Monika mit dem Bente-Tier

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    1. Vielen Dank!
      Am Rhein findet man eigentlich immer etwas.
      Da haben die Römer schon ihren Müll reingeworfen ;-)

      Lieben Gruß
      Detlef

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  2. So bin ich verteidige Deine Bockwurst mit meinem Leben und Frostbeulen lach .

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    1. So kalt war das doch gar nicht.
      Und blau steht Dir gut*g

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  3. Antworten
    1. Das stimmt. Leider ist schon wieder Montag...
      Aber das nächste Wochenende kommt bestimmt :-)

      LG Detlef

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  4. Vielen Dank für deine schönen Fotos und deinen Text.
    Bratwurst verteidigen...lach...
    liebe Grüße von Sylvia

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    1. Das war gar nicht so einfach.
      Es gibt ganz schön clevere Hunde. Der eine kommt aus dem Rhein, schüttelt sich
      und macht alles nass. Sein Kumpel nutzt die Ablenkung und steckt die Nase in den Proviantsack.
      Ganz schön gewieft.

      Lieben Gruß
      Detlef

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  5. Das sind ganz tolle Photos und das du deine letzte Bockwurst auch noch mit einen Hund teilst ist einfach super nett. Ich hätte dem Hund auch nicht widerstehen können.
    LG
    Claudia

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